Jakob Bargerbuhr

Veröffentlicht: 29. November 1011 von kenodebelts in Biografien

 

Jakob BARGERBUHR
geboren am 30.Juni 1855 in Aurich

Straße: Osterstr. 11
Todesdatum: 23. Dezember 1943
Todesort: Theresienstadt
Jakob Bargerbuhr war der Sohn von Abraham J. Bargerbuhr und Terza Seckels. Sein Vater hatte in Aurich als Gemeindeschächter, Altwarenhändler und Lotterie-Collecteur gearbeitet. Das Geschäft befand sich in der Lilienstr. 18, wo Jakob auch aufwuchs. Zwei jüngere Brüder starben im Kindesalter, seine Schwester Rechle, geboren 1852, verstarb 1887. Im Jahr 1891 heiratete er die 22jährige Minna Wolff aus Aurich. Die Ehe blieb kinderlos. Jakob Bargerbuhr übernahm das Geschäft seines Vaters in der Lilienstraße und bezeichnete sich als Handelsmann. Als seine Frau starb, war er verarmt, verkaufte sein Haus und zog im Mai 1928 in die Leerer Str. 32, im November in die Lilienstr. 12. Im Mai 1933 fand er Unterkunft in der Osterstr. 11, im Haus der Familie Hartog. Aber schon nach knapp einem Jahr verließ er Aurich und meldete sich im April 1934 nach Hamburg ab. Am 23. Juni 1943 wurden 109 Juden mit dem Transport VI/8 aus Hamburg nach Theresienstadt deportiert. Unter ihnen befand sich mit der Häftlingsnummer 6 der 88-jährige Jakob Bargerbuhr. Er starb am 23. Dezember 1943. Sowohl sein Neffe als auch ein (Adoptiv-)Enkel richteten bei der „Central Database of Shoah Victims‘ Names“ Gedenkblätter ein.
Recherche: Astrid Parisius (Stand: 8.11.2011)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Opfergruppe: Juden
Quellen: Staatsarchiv Aurich:
Rep. 15, 12534; Rep. 16/2, 1606.
Literatur – Meyer, Beate (Hrsg.): Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden, 1933-1945, Göttingen 2006
– Habben, Hans-Joachim, Von der Emanzipation bis zum Ende der Weimarer Republik. Die Auricher Judengemeinde 1866-1933, in: Herbert Reyer (Hrsg.), Die Juden in Aurich (ca. 1635-1940), Aurich 1992, S. 89-128.
Patenschaft: Stadt Aurich
Verlegetermin: 8. November 2011

 

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