Ruth Salomons

Veröffentlicht: 17. April 1012 von kenodebelts in Biografien

Ruth SALOMONS
geboren am 9. September 1919 in Delitzsch

Straße: Am Neuen Hafen 2
Todesdatum: 7. September 1942
Todesort: Auschwitz
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Ruth Salomons ist das dritte Kind der Familie. Der Vater ist Leon Salomons (geb. 9.06.1881, die Mutter Hedwig (geb. 25.04.1886), geborene Friedenberg. Ihr Vater ist Viehhändler stammt aus Winschoten (NL). Am 14. August 1906 heiratet er Hedwig in Recklinghausen, wo diese auch geboren ist. Die Familie zieht nach Delitzsch, Lydia Frida wird am 10.01.1909 geboren, am 27. 8. 1910 Artur Alexander. Die Familie zieht am 10.01.1936 von Delitzsch mit Ruth und Lydia nach Aurich in die Osterstraße 11, am 26.08.1936 weiter in die Osterstraße 13. Lydia zieht 1936 nach Weener. Ab dem 25.05.1937 wohnt die Familie Am Neuen Hafen 2, wo Leon im selben Jahr am 22.11. stirbt. In der Nacht des 9. auf den 10. November 1938 dringen SA-Leute in das Haus Am Neuen Hafen 2 und suchen deren männliche Insassen zur Festnahme. Ihr sich dort aufhaltender Verlobter, Werner Hoffmann, aus der Wallstraße 23 kann zu Verwandten nach Großefehn flüchten, wird aber dort von anderen SA-Leuten aufgegriffen. Ruth flüchtet daraufhin am 18.November nach Winschoten, verzieht am 24. nach Middelburg – Seeland, und zuletzt nach Amsterdam. Dort wohnt sie in wechselnden Unterkünften. Ab dem 2. Februar 1942 wohnt sie in der Eemsstraat 10 in der ersten Etage. Das Meldeblatt nennt unter Beruf: Dienstbotin im Haushalt. Im Haus Eemsstraat 10 wohnt sie zusammen mit ihrem Bruder Artur Alexander und dessen Ehefrau Frieda geborene Greenberg. Aus den Unterlagen geht deutlich hervor, dass sie sich versteckt hält, um laufenden Razzien, (Aushebungen so der Nazi-Jargon), zu entgehen. Sie wird dennoch aufgegriffen und am 3.09.1942 in das KZ Westerbork verbracht. Sie kommt in eine Strafbaracke und wird am Folgetag auf Transport nach Auschwitz verladen. Am 7.09.1942, also unmittelbar bei Ankunft, wird sie ermordet.
Recherche: Jörg Peter (Stand: 22.03.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Fotos: Ruth Salomons
Werner Hoffmann
Opfergruppe: Juden
Quellen: – Yad Vashem, Zeugnis des Nathan Meron– Bericht des Werner Hoffmann – Beitrag Diekhoff-ON – Meldekarte Stadsarchief Amsterdam– Häftlingskartei Westerbork, Herinneringscentrum
Literatur:
Patenschaft: Frauke Flessner
Verlegetermin: 22. März 2012

Werner Hoffmann
Werner Hoffmann, später umbenannt zu Nathan Meron,
der Verlobte von Ruth Salomons

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