Simon Wallheimer

Veröffentlicht: 17. April 1012 von kenodebelts in Biografien

Simon WALLHEIMER
geboren am 14. Juli 1887 in Aurich

Straße: Fockenbollwerkstraße 4
Todesdatum: 25.11.1942
Todesort: Kowno (Kauen), Fort IX in Litauen
Simon Wallheimer geb 14-7_87.

.

..

..

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Simon Wallheimer ist das vierte Kind von insgesamt sieben der Eltern Abraham Levy und Bertha, geborene Hahn. Die Eltern und die Kinder wachsen im Haus Kirchdorferweg 36 auf. Dort wohnt zusätzlich die Familie Abraham Wolff Wallheimer. Abraham Wolff und Abraham Levy sind Vettern. Simon ist Viehhändler. Er kauft Vieh für das Geschäft seines Vaters und seiner Brüder, welche in der Wallstraße 56 eine Metzgerei betreiben. Simon Wallheimer ist berechtigt für die Firma „Gebrüder Wallheimer“ Groß- und Kleinvieh aufzukaufen. So wird es auf einer Legitimationskarte für das Wander- und Reisegewerbe von 1924 vermerkt. Zusätzlich ist festgehalten: Haarfarbe schwarz, Augen braun, Körpergröße mittel. Simon, ledig bleibend, wohnt mit seinen Geschwistern, bis auf Levy, der eine eigene Familie hat, in diesem Haus. Die Mutter, Witwe Bertha, wohnt bis zum Tod ebenfalls dort. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 dringen SA-Horden in das Haus, demolieren Inneneinrichtung und Fenster. Die Geschwister beschließen auszuwandern. Die Besitzer, die Schwestern Karoline und Rosa, verkaufen am 12.12.1938. Die Geschwister warten auf die Papiere für die Auswanderung nach Amerika. Aber nur Levy mit Familie gelingt die Ausreise über Antwerpen nach New York. Simon, seine Schwestern und Bruder Wilhelm müssen am 29.02.1940 im Zuge der angeordneten Judenräumung des Grenzgebietes Aurich verlassen. Sie kommen an verschiedenen Wohnplätzen in Berlin unter, welche ihnen die jüdische Sozialverwaltung zuweist. Zuletzt in der Hohenstaufenstraße 8.

Am 17.11.1941, es ist der allererste Transport von Berlin, wird Simon zusammen mit allen Geschwistern nach Kowno (Kauen) in Litauen deportiert. Der Transport umfasst 1.006 Personen, von denen fast keiner überlebt. Nach Ankunft werden alle Geschwister am 25.11.1941 an offene Gruben beim Fort IX geführt und dort erschossen.

 .

.

.

Recherche: Jörg Peter (Stand: 22.03.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Foto: Simon Wallheimer, Kennkarte, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen: Staatsarchiv Aurich: Rep. 251 Nr. 15, 815 und 1158; 360; 107, 2618
Literatur:
Patenschaft: Hartwig Kuiper
Verlegetermin: 22. März 2012
Advertisements

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.