Wolff Wilhelm Wallheimer

Veröffentlicht: 17. April 1012 von kenodebelts in Biografien

Wolff Wilhelm WALLHEIMER
geboren am 13. Februar 1889 in Aurich

Straße: Fockenbollwerkstraße 4
Todesdatum: 25.11.1942
Todesort: Kowno (Kauen), Fort IX in Litauen
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Wilhelm Wallheimer ist das fünfte Kind von insgesamt sieben der Eltern Abraham Levy und Bertha, geborene Hahn. Die Eltern und die Kinder wachsen im Haus Kirchdorferweg 36 auf. Dort wohnt zusätzlich die Familie Abraham Wolff Wallheimer. Abraham Wolff und Abraham Levy sind Vetter. Wilhelm ist Schlachter. Er verarbeitet das von seinem Bruder Simon gekaufte Vieh im Geschäft seines Vaters und seines Bruders Levy, welche in der Wallstraße 56 eine Metzgerei betreiben. Wilhelm, ledig bleibend, wohnt mit seinen Geschwistern, bis auf Levy, der eine eigene Familie hat, in diesem Haus. Die Mutter, Witwe Bertha, wohnt bis zum Tod ebenfalls dort. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 dringen SA-Horden in das Haus, demolieren Inneneinrichtung und Fenster. Die Geschwister beschließen auszuwandern. Die Besitzer, die Schwestern Karoline und Rosa, verkaufen am 12.12.1938. Die Geschwister warten auf die Papiere für die Auswanderung nach Amerika. Aber nur Levy mit Familie gelingt die Ausreise über Antwerpen nach New York. Simon, seine Schwestern und Bruder Simon müssen am 29.02.1940 im Zuge der angeordneten Judenräumung des Grenzgebietes Aurich verlassen. Sie kommen an verschiedenen Wohnplätzen in Berlin unter. Zuletzt in der Hohenstaufen Straße 8, unter, welche ihnen die jüdische Sozialverwaltung zuweist.Am 17.11.1941, es ist der allererste Transport von Berlin, wird Wilhelm zusammen mit allen Geschwistern nach Kowno (Kauen) in Litauen deportiert. Der Transport umfasst 1.006 Personen, von denen fast keiner überlebt. Nach Ankunft werden alle Geschwister am 25.11.1941 an offene Gruben beim Fort IX geführt und dort erschossen.

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Recherche: Jörg Peter (Stand: 22.03.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Foto:  Kennkarte, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen: Staatsarchiv Aurich: Rep. 251 Nr. 15, 815 und 1158; 360; 107, 2618
Literatur:
Patenschaft: Dietmar Meyer, Anette Schröder
Verlegetermin: 22. März 2012
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