Gerda van der Wall

Veröffentlicht: 11. Dezember 1012 von Leon in Biografien

Gerda von der WallGerda van der WALL
geboren am 18. September 1927 in Aurich

 

 

 

Straße: Krähennestergang 1
Todesdatum: unbekannt
Todesort: Warschau
Manfred wurde als erster Sohn des jüdischen Ehepaares Jopseh und Eva van der Wall am 21. Juni 1922 geboren. Danach bekamen sie ihre Tochter Gerda, welche am 18. September 1927 geboren wurde. Ihr drittes Kind Henriette kam am 4. März 1930 zur Welt.

Die drei Geschwister wuchsen zusammen im Krähennestergang 1 in Aurich mit ihren Eltern und den ebenfalls jüdischen Hauseigentümern auf. Nachdem Aurich zur Zeit des Nationalsozialismus „judenfrei“ werden sollte, mussten alle jüdischen Bewohner ihre Häuser verlassen, so auch die Familie von der Wall.

Eva flieht mit ihren jüngsten Kindern Gerda und Henriette nach Hildesheim, die Kinder verlassen Aurich am 22.02.1940, die Mutter folgt ihnen am 29.2.1940, in das jüdische Kinderheim Am Lappenberg. Eva blieb bei den Kindern, indem sie in der Küche aushalf.

Ab Oktober 1937 hielt sich Manfred in Hamburg Grindelalle 116, auf. Dieses wurde allerdings Ende 1937 geräumt. Auf Grund dessen kehrte Manfred am 6. Februar 1938 zurück nach Aurich. Noch im selben Jahr kam er erneut nach Hamburg,  Klosteralle 9. Am 27.September selben Jahres verzog er nach Neuendorf bei Fürstenwalde. Dort befand sich eine Einrichtung, gegründet von dem Verein der Jüdischen Arbeitshilfe e.V.. Diese Einrichtung war bekannt als eine Einrichtung zur Auswanderungsvorbereitung.
1941 wird die Einrichtung geschlossen und Manfred stößt wieder zur Mutter und den Geschwistern, nun in Hildesheim. Mit ihnen wurde er 1942 nach Warschau deportiert.

Recherche: IGS (Stand: 3.08.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Pollmann&Renken
Verlegetermin: 12. Juni 2012

 

 

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