Recha Wolff

Veröffentlicht: 11. Dezember 1012 von Leon in Biografien

Recha WOLFF
geboren am 1. Oktober 1900 in Aurich

Straße: Krähennestergang 1
Todesdatum: Unbekannt (Deportation nach Tallin am 26.09.1942)
Todesort: Tallin
  Recha wurde am 1. Oktober 1900 in Aurich/Ostfriesland geboren.

Ihre Mutter, Amalie Wolff geborene Fromm, war die Besitzerin des Hauses im Krähennestergang1.Amalie Wolff war eine geborene Fromm und hatte Rahel Bamberger und Seligmann Fromm als Eltern. Seligman Fromm, der Großvater von Wilhelm Wolff, war somit höchstwahrscheinlich der Cousin des berühmten Psychoanalytikers Erich Fromm (1900-1980).

Ihre Geschwister waren Abraham Wolff, der 1919 im 1. Weltkrieg fiel, und Wilhelm, geboren am 19.02.1896, für den ebenfalls am Krähennestergang 1 ein Stolperstein verlegt wird.

Rechas Vater hieß Benjamin Wolff und ist am 5. Februar 1854 geboren und. Er war lange Lehrer an der jüdischen Volksschule Aurich und anschließend „Ruhelehrer“. Einer Anzeige kann man entnehmen, dass er am 28. August 1934 „plötzlich und unerwartet, aber sanft“ gestorben ist.

Wilhelmund RechaWolff haben mit der Familie van der Wall zusammen im Krähennestergang1 gewohnt. Wilhelm war Kultusbeamter und blieb ledig. Zwischen dem 14.01.1927 und dem 1.04. 1929 war er in Leer am Standort der Synagoge gemeldet. Vom 1.01.1932 bis 1.10.1933 wohnte Wilhelm in Mayen in der Eifel.

Am 23.12.1938 wurde Wilhelm in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Das war eine häufige Strafaktion nach der Pogromnacht. Von dort kehrte er aber noch einmal nach Aurich zurück.
Zum 1.04.1940 sollte Aurich „judenfrei“ sein. Deswegen verließen Wilhelm undRecha Aurich mit Ziel Berlin. Am 26.09.1942 wurden beide, ausgehend von dem in einer ehemaligen Synagoge eingerichteten Sammellager vom Güterbahnhof Putlitzstraße nach Raasiku, nahe dem heutigen Tallin deportiert. Dieses Lager war als Tötungsstätte eingerichtet.

Vermutlich wurden Wilhelm und Recha Wolff bald nach der Ankunft getötet. Von 1.049 Deportierten dieses Zuges haben nur 26 überlebt.

 

 

  Recherche: IGS (Stand: 12.06.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Foto:  
Opfergruppe: Juden
Quellen:  
Literatur:  
Patenschaft: Bettina Hoppe
Verlegetermin: 12. Juni 2012

 

 

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