Hedwig Salomons, geb. Friedenberg

Veröffentlicht: 17. April 1912 von kenodebelts in Biografien

Hedwig SALOMONS, geb. FRIEDENBERG
geboren am 25. April 1886 in Recklinghausen

Straße: Am Neuen Hafen 2
Todesdatum: 7. Mai 1943
Todesort: Sobibor
Ihr Vater ist Abraham Friedenberg, die Mutter Therese geborene Salm. Am 14. August 1906 heiratet sie in Recklinghausen den Viehhändler Leon Salomons. Die Familie zieht nach Delitzsch, Lydia Frida wird am 10.01.1909 geboren, am 27.08.1910 Artur Alexander und zuletzt Ruth am 9.09.1919. Die Familie zieht am 10.01.1936 von Delitzsch mit Ruth und Lydia Frida nach Aurich in die Osterstraße 11, am 26.08.1936 weiter in die Osterstraße 13. Lydia Frida zieht 1936 nach Weener und heiratet dort Albert van der Zijl. Ab dem 25.05.1937 wohnt die Familie Am Neuen Hafen 2, wo Leon am 22.11.1937 stirbt. In der Nacht des 9. auf den 10. November 1938 dringen SA-Leute in das Haus Am Neuen Hafen 2 und suchen männliche Insassen zur Festnahme. Hedwig zieht am 26.07.1939 nach Amsterdam, wo sie sich in der Rhijnstraat 26 /2. Obergeschoss meldet. Als Beruf wird „ohne“ angegeben. Am 15.04.1943 wird sie nach Westerbork verbracht. Mit dem Transport vom 4.05.1943 wird sie nach Sobibor deportiert. Bei Ankunft am 7.05.1943 wird sie sofort ermordet.

Daneben ist das Schicksal ihrer Tochter Lydia Frida, welche nur kurz in Aurich wohnte, an dieser Stelle erwähnenswert. Sie zieht mit Kind Philipp, geboren am 10.08.1937 in Weener, und Ehemann Alfred van der Zijl von Weener nach Oude Pekela – Groningen. Dort werden noch Leon (am 20.11.1938) und Emanuel Manfried (am 29.05.1941 geboren. Am 22.10.1942 werden Lydia Frida und ihre Kinder aufgegriffen, weil sie im Verdacht stehen, gerade untertauchen zu wollen. Sie werden verhaftet und am 26.10.1942 in Westerbork eingeliefert … [soweit ein Polizeibericht]. Dort kommen sie in eine Strafbaracke. Mit dem nächsten Transport am 30.10.1942 werden sie nach Auschwitz deportiert und dort unmittelbar bei Ankunft am 2.11.1942 ermordet. Nur Ehemann Alfred überlebt.

Recherche: Jörg Peter (Stand: 22.03.2012)
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Opfergruppe: Juden
Quellen: – Yad Vashem– Meldekarte Stadsarchief Amsterdam– Häftlingskartei Westerbork, Herinneringscentrum
– Community Joods Monument
Patenschaft: Hermann Prell
Verlegetermin: 22. März 2012
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