Henny Knurr, geb. Bienheim

Veröffentlicht: 30. Juni 1913 von westermayer in Biografien

henny-knurrHenny KNURR, geb. Bienheim
geboren am 3. Februar 1864 in Duingen (Kreis Alfeld, heute: Landkreis Hildesheim)

 

 

 

Straße: Norderstraße 2
Todesdatum: 23. September 1942
Todesort: Treblinka
Henny Knurr geborene Bienheim, wurde am 3. Februar 1864 in Duingen geboren, damals Kreis Alfeld, heute Landkreis Hildesheim. Sie lebte nach ihrer Heirat mit dem Auricher Kaufmann Abraham Heymann Knurr viele Jahre in Aurich. Am 23. September 1942 wurde sie in Treblinka 78-jährig ermordet (Sternberg 2009, S. 31).Henny wuchs in einer kinderreichen Familie mit sieben Geschwistern auf. Ihre Eltern waren Eli Bienheim und Rieke Bienheim, geborene Poli (oder Polly, beide Schreibweisen sind möglich). Ihr Vater Eli stammte aus Duingen, ihre Mutter Rieke aus Petershagen (Gelderblom Website).
Die folgenden Angaben zur Familie Bienheim und zum Flecken Duingen wurden im Wesentlichen dem unveröffentlichten Manuskript aus 2012: „Jüdisches Leben im Flecken Duingen“ des Hamelner Historikers Bernhard Gelderblom entnommen sowie der folgenden Homepage des besagten Autors: http://www.gelderblom-hameln.de/juden/friedhoefe/friedduingen.html.
Die Familie Bienheim war seit mehreren Generationen in dem Flecken Duingen ansässig. Alle jüdischen Familien dieses Ortes hießen Bienheim oder Binheim. Als Henny geboren wurde, erlebte die jüdische Gemeinde Duingen gerade ihre Blütezeit mit etwa 14 jüdischen Bürgern. Das waren circa ein Prozent der Bevölkerung, für Norddeutschland ein typischer Wert (Gelderblom 2012, S. 1).
Hennys Vater Eli Bienheim war Kaufmann und konnte sich 1870, als Henny etwa sechs Jahre alt war, zusammen mit seiner Frau Rieke den Kauf eines Geschäftshauses leisten (Gelderblom 2012, S. 5).
Hennys Onkel Levi Selig Binheim war ebenfalls Geschäftsmann, mit neun Kindern gesegnet und erwarb im selben Jahr wie Eli ein eigenes Geschäftshaus in Duingen (Gelderblom 2012, S. 3).
Henny war das dritte Kind in der Geschwisterreihe. Von ihren sieben Geschwistern starben zwei bereits im Kindesalter. Ihr Bruder Martin führte das Geschäft seiner Eltern in Duingen sehr erfolgreich fort. Er heiratete Hulda Grunsfeld aus Hebenshausen und hinterließ ihr und den vier gemeinsamen Kindern ein ansehnliches Vermögen, als er im Jahre 1914 sechsundvierzigjährig verstarb. Der unverheiratet bleibende Bruder Hermann war dem zwei Jahre älteren Martin im Geschäft eine wertvolle Stütze und führte diese Arbeit auch fort, als Martins Sohn Walter das väterliche Erbe antrat (Gelderblom 2012, S. 3 ff.).
Nachdem Walter das Geschäft 1936 aufgrund erheblicher antisemitischer Schikanen aufgab, zog Hermann zu seiner Nichte Anna Grünberg, Martins Tochter, nach Bremen, von dort in das Sankt-Josephs-Stift in Bremen, wo er 1937 verstarb (ebd.).
Bei ihrer Nichte Anna und der Familie Grünberg in der Rüdesheimer Straße 21 in Bremen (Bohr) sollte auch Henny eines Tages Schutz und Unterkunft suchen, diesmal vor den Nationalsozialisten.
Von allen ihren Geschwistern hatte Henny sicherlich den engsten Kontakt zu ihrer jüngsten Schwester Ida. Ida wurde am siebten September 1872 geboren und war acht Jahre jünger als Henny. Beide Schwestern zogen nach Aurich und heirateten zwei Brüder aus dem angesehenen Geschäftshaus Knurr. Henny, die ältere Schwester, heiratete den älteren der beiden Brüder, den am 28.Oktober 1856 geborenen Abraham Joseph Heymann Knurr, Ida ehelichte den am zweiten Oktober 1859 geborenen jüngeren Bruder Lippmann Heymann Knurr.
Mit dieser Heirat hielten die Schwestern Henny und Ida auch die kaufmännische Tradition ihrer Herkunftsfamilie aufrecht. Die beiden Brüder Knurr führten zusammen ein gut gehendes Manufaktur- und Konfektionswarenhaus, das Traditionsgeschäft H. C. Knurr in Aurich in der Norderstraße 2, Ecke Marktstraße.Im „Adressbuch für Stadt und Landkreis Aurich 1926“ finden sich unter den Namen „Knurr“ folgende Einträge:
„Knurr, Erich,
Kaufmann, Norderstaße 2
Knurr, H. C., Manufaktur- und Konfektionsgeschäft, Ecke Norder- und Marktstraße 2 27
Henny, Witwe des Kaufmanns Abraham, Norderstraße 2
Lippmann, Kaufmann, Norderstraße 2“ (Adressbuch Aurich).Während Ida Knurr im Laufe der nächsten Jahre Mutter von sieben Kindern (Harry, Erich, Gertrude, Lea, Therese, Hermann und Gerta,) wurde, blieb Hennys Ehe kinderlos (Familiendatenbank Juden in Nordwestdeutschland).
Hennys Ehemann Abraham war nicht nur als Auricher Geschäftsmann, sondern auch als Mitglied der jüdischen Gemeinde, in der er das Amt des Mohel innehatte, hochangesehen. Die Nachrufe nach seinem Tode am sechsten Mai 1924 und sein Grabstein sind beredte Zeugnisse dafür. In der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 22.05.1924 lesen wir unter anderem: „… Zu diesen jüdischen Tugenden kam ein außerordentlich freundliches, hilfsbereites Wesen, das ihn zum erklärten Freund der ganzen Bevölkerung, Juden und Nichtjuden, machte…“.
Abraham Knurr verstarb im Alter von 68 Jahren an einem Herzleiden und liegt auf dem jüdischen Friedhof in Aurich begraben. Auf seinem Grabstein wird auch an seine Frau Henny, die in Treblinka starb, erinnert.
Drei Jahre nachdem Hennys Ehemann verstorben war, starb auch ihre Schwester Ida in Aurich, am 28.04.1927. Es liegt nahe, dass Henny sich jetzt noch mehr als zuvor an die Familie ihres Schwagers anschloss, zumal bereits vorher rege familiäre und geschäftliche Arbeitsteilungen in und zwischen den Geschäftshaushalten Knurr bestanden haben dürften. Der Nachruf ihrer vier Nichten und Neffen vom 28. September 1945 im „Aufbau“ lässt jedenfalls darauf schließen, dass eine liebevolle Beziehung zwischen ihnen und Henny bestand. Darin heißt es: „…ihr Leben war voller Güte und Selbstaufopferung…“.
Mit der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur setzte die erste Welle staatlichen Terrors gegen Juden im Frühjahr 1933 ein. Reichsweite Boykottaufrufe gegen jüdische Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte waren Vorboten des bevorstehenden Völkermords durch die Nazis und ihre Helfer.
Auch die Familien Knurr blieben von diesen Boykottaufrufen nicht verschont. Große Plakate mit der Aufschrift „Kauft nicht in jüdischen Warenhäusern“ wurden 1933 durch die Nazis vor ihrem Geschäft aufgestellt.
Zu den vielen Demütigungen der Nazis gehörte es auch in Aurich, den Juden das Wohnen in der Stadt so unangenehm wie möglich zu machen. So betrieben die verantwortlichen Stellen der Stadt Aurich systematisch den Entzug des Wohnraums und damit das Zusammenpferchen der jüdischen Auricher BürgerInnen auf engstem Raum.
Im Ergebnis dieser Zwangsmaßnahmen wurden Henny und Lippmann nun gezwungen, ihr eigenes stattliches Haus in der Norderstraße 2 zu verlassen und mit Familie in die Lilienstraße 12 zu ziehen, in eine etwa einhundert Meter entfernt liegende Wohnung im Angesicht ihrer früheren Wohn-und Arbeitsstätte.
Zur Durchführung dieser Repressalien diente ein „Verzeichnis (der Stadt Aurich, d. V.) des bei jüdischen Hauseigentümern vorhandenen Wohnraums“.
Zur Lilienstraße 12, der Adresse, unter der Lippmann und Henny Knurr zuletzt – unfreiwillig – gemeldet waren, ist in diesem Verzeichnis für das Jahr 1939 zu lesen:„Lilienstraße 12, Hauseigentümer: Abraham Levy Wolff, Witwe, Beilen/Holland.
Zweifamilienhaus
Zahl der Wohnräume:        Erdgeschoss 2 Küchen und 6 Zimmer,
1 Stock 2 Küchen und 5 Zimmer
Hausboden: 2 Zimmer und Wohnraum
Zurzeit benutzt von:
1) Karl Wolff: 1 Küche u. 3 Zimmer (Erdgeschoss)
2) Ludwig Wolff: 1 Küche u. 3 Zimmer (Erdgeschoss)
3) Libmann Knurr: 1 Küche u. 4 Zimmer (1 Stock) (hervorgehoben durch d. Verf.)
4) Abraham Wolff u. Hermann Alsberger: 1 Küche
5) Nachmann u. Jakob Wolff: Hausboden
a)     Erwachsene: 16
b)     Kinder :      2
c)     Untermieter:___
Jude oder Nichtjude? Juden
Ist Aufnahme weiterer Personen möglich? Nein“

Wie erniedrigend eine solche Behandlung insbesondere für Lippmann und Henny Knurr gewesen sein muss, die stets selbstständige und angesehene Kaufleute mit eigenem Haus, Grund und Boden waren, lässt sich nur erahnen.
Mitte der dreißiger Jahre gelang es einigen Auricher Verwandten Hennys, in die USA zu emigrieren und eine neue Existenz aufzubauen. Bei diesen Verwandten handelte es sich unter anderem um Erich Sternberg, den Ehemann ihrer Nichte Lea Sternberg, und Jacob Sternberg, Leas Schwiegervater. (Sternberg 2012, S. 37 ff.) Leas Brüder Harry, Erich und Hermann Knurr konnten sich etwas später ebenfalls noch rechtzeitig vor den Nazis durch Emigration in die USA in Sicherheit bringen.
Hennys Nichte Lea Knurr hatte, ebenso wie ihre Mutter Ida und wie ihre Tante Henny, einen angesehenen Kaufmann geheiratet, den einen Straßenzug entfernt wohnenden Erich Sternberg.
Das Geschäft Sternberg in der Osterstraße in Aurich war ein Kleiderfachgeschäft, dasjenige der Familie Knurr ein Einzelhandelsgeschäft. Während das Haus Knurr noch existiert, musste das Geschäftshaus der Familie Sternberg einem Neubau weichen.
Über die Geschichte der durch Heirat von Lea Knurr mit Erich Sternberg am 14. August 1927 miteinander verbundenen Auricher Kaufmannsfamilien Knurr und Sternberg berichtet Hans J. Sternberg, Leas und Erich Sternbergs jüngster Sohn in seiner Veröffentlichung aus 2009 „We were merchants“.
Wie Hans Sternberg (Sternberg 2012, S. 42) mitteilt, hatte sein Vater Erich Sternberg am fünften Februar 1936 in die USA, New York City, übergesetzt, um von dort aus die Immigration seiner Familie vorzubereiten.
Henny und Lippmann Knurr, beide weit über 70 Jahre alt, konnten sich lange nicht entschließen, die Immigration zu wagen und hofften wohl auch, dass die antijüdischen Exzesse eine bald wieder vorübergehende Erscheinung sein würden, wie schon oft in der Geschichte des Judentums.
Inzwischen waren jedoch die Immigrationsquoten der USA ausgeschöpft, und man konnte nur unter besonderen Bedingungen einreisen. Eine Möglichkeit bestand darin, als Ehepaar mit einem Ehepaar-Visum einzureisen. Erich Sternberg bedrängte daher von den USA aus seinen Schwiegervater Lippmann Knurr, der seit 1927 verwitwet war, formell seine seit 1924 verwitwete Schwägerin Henny Knurr zivilrechtlich zu heiraten. Auf diese Weise hätten beide mit einem Ehepaar-Visum in die USA einreisen und, dort angekommen, getrennt ihrer Wege gehen können. (Sternberg, 2009, S. 31)
Henny Knurr, die eine streng orthodoxe Jüdin war, verweigerte diese Heirat aus religiösen Gründen. In ihrem Falle hatten zuvor zwei Brüder zwei Schwestern geheiratet. Religiöse Regeln verboten eine Heirat zwischen einem verwitweten Schwager und seiner verwitweten Schwägerin. (ebd.)
Ende Januar 1940 wurde die jüdische Gemeinde von der SS und der Gestapo aufgefordert, die zwangsweise Evakuierung aller noch in Aurich verbliebenen jüdischen Bürger bis zum Stichtag erster März 1940 vorzubereiten. (Dieckhoff 1992, S. 286 ff.)
 

Gezwungenermaßen entschlossen sich Henny und Lippmann daher, am 29.Februar1940 Aurich für immer zu verlassen und zu Verwandten nach Bremen zu ziehen (Sternberg 2009, S. 31). Sie gehörten somit zu den letzten jüdischen BürgerInnen, die die Stadt Aurich verließen.
Dieckhoff informiert darüber in „Die Auricher Judengemeinde“: „… wurde in der Stadt Aurich – Ortspolizeibehörde – unter dem 27. Februar 1940 folgender Vermerk gefertigt: Der Synagogenvorsteher Wolffs teilt mit, daß folgende Juden noch keine Anstalten zu ihrem Fortzuge aus Aurich treffen, trotzdem sie sich bereits eine Wohnung an einem anderen Ort beschafft haben bzw. in der Lage sind, die Kosten eines vorübergehenden Aufenthalts in einer Pension zu bestreiten.

 
a)     Leers, Viktor Israel,           Aurich          Wallstraße
b)     Samson Gebrüder,                “               Zingelstraße
c)     Wolffs, Rosa Sara,                “               Julianenburger Straße 3 [so!]
d)    Knurr, Lippmann,                  “                   Lilienstraße (hervorgehoben durch d. Verf.)
e)     Samson                           Sandhorst,    Coldehörn

Mit demselben Datum ging an die unter a – d Genannten ein Schreiben mit Zustellungsurkunde: Durch den Synagogenvorsteher Wolffs ist Ihnen eine Anordnung der Geheimen Staatspolizei bekanntgegeben worden, nach welcher Sie unverzüglich Aurich zu verlassen oder nach dem Auslande zu verziehen haben […] Sollten Sie und Ihre Familie nicht bis zum 1. März 1940 Aurich verlassen haben, werde ich Ihre Inschutzhaftnahme veranlasssen.“ (Dieckhoff 1993, S. 289)
Während Henny und Lippmann Knurr verzweifelt versuchten, sich in Bremen vor den Nazis in Sicherheit zu bringen, verkündete der Auricher Landrat am 18. April 1940 gegenüber dem Auricher Regierungspräsidenten den Erfolg des antisemitischen Terrors: „… im ländlichen Bezirke sowie in der Stadt Aurich … keine Juden mehr wohnhaft.“ (Dieckhoff 1993, S. 293)
Schon vorher hatte Henny von ihren Neffen und ihrer Nichte und hatte Lippmann von seinen Söhnen Harry, Erich und Hermann sowie seiner Tochter Lea für immer Abschied nehmen müssen, als diese mit ihren Familien in das Ausland emigriert waren. Als letzte verließ im Oktober 1936 Lea mit ihren drei kleinen Kindern den europäischen Kontinent in Richtung Louisiana, USA.
Leas jüngster Sohn Hans Sternberg schreibt dazu: „… Leas Abreise war für sie wie für ihn (-Lippmann-, d. Verf.) doppelt schmerzhaft. Ihre jüngere Schwester Gerta hatte sich eine Lungenentzündung zugezogen und sowohl Medikamente als auch jede ärztliche Behandlung abgelehnt. Sie war gerade einmal vier Wochen vor unserer Abreise im Alter von 24 Jahren gestorben.“ (Sternberg 2012, S. 66)
Von Lippmann verliert sich zu Beginn des Jahres 1941 nach seiner letzten an seine Tochter Lea Sternberg in Baton Rouge, USA, verschickten Postkarte jede Spur. Mit dieser Karte informiert er Lea, dass er in Bremen von Nazi-Schlägern aus einer fahrenden Straßenbahn geworfen wurde. Dabei wurde ihm von den Hinterrädern der Bahn ein Fuß abgetrennt (Sternberg 2009, S. 31)
Die traurige Nachricht von Lippmanns Tod aus unbekannten Gründen im April 1942 erhielt Lea Sternberg über das Rote Kreuz (Sternberg 2009, S. 31 f.).
Henny hielt sich nach ihrem Wegzug aus Aurich noch etwa zwei Jahre in Bremen versteckt. Ihre letzte Meldeadresse in Bremen lautete: Rüdesheimer Straße 21, dort, wo auch ihre Nichte Anna Grünberg, die Tochter ihres Bruders Martin mit ihrer Familie gemeldet war (Bohr).
Anna wurde 1941 in das Ghetto Minsk verschleppt.
Gelderblom schreibt dazu: „Anna Grünberg, eine Tochter von Martin und Hulda Bienheim, wurde am 12. Mai 1897 in Duingen geboren. Sie wohnte mit ihrem Ehegatten Wolff Joseph (Wolly) Grünberg, geboren am 6. Februar 1888 in Weener, in Bremen. Aus Hamburg wurden die Eheleute zusammen mit ihrer am 6. September 1921 in Bremen geborenen Tochter Eva am 18. November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert. Als ihr Todesdatum gilt der 28. Juli 1942.“ (Gelderblom 2012, S. 23)
Schließlich, nachdem ihre Bremer Verwandten aus der Familie Grünberg im November 1941 bereits nach Minsk deportiert worden waren, wurde Henny in Bremen von den Nazis gefunden und im Juli 1942 in einem Güterwagen nach Hannover verschleppt.
Von Hannover aus wurde sie am 24. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt transportiert.
Zwei Monate später, am 23. September1942, wurde sie mit weiteren 1.984 Menschen in das Vernichtungslager Treblinka gebracht, wo sie nach Auskunft ihres Großneffen Hans J. Sternberg noch am Tage ihrer Ankunft ermordet wurde. Sie war 78 1/2 Jahre alt.
Mit demselben Transport wurde auch ihre 79 Jahre alte Cousine Jeanette Binheim, wie Henny Knurr aus Duingen stammend, nach Treblinka verschleppt (Datenbank der Holocaustopfer).
Es gab aus diesem Transport keine Überlebenden
(ebd.).

Recherche: Christine Meissner und Maria Deters
(Stand: 9.11.2012)Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
Foto: Nachruf v. 28.09.1945
Grabstein auf dem Auricher Friedhof
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur: Adressbuch für Stadt und Landkreis Aurich 1926, Aurich 1926; Dunkmann Verlag Datenbank der Holocaustopfer, abrufbar unter http://www.holocaust.cz/de/victims/PERSON.ITI.464582, letzter Zugriff am 31.10.2012
 
Dieckhoff, Johannes: Die Auricher Judengemeinde von 1930 bis 1940 in Reyer, Herbert: Aurich im Nationalsozialismus, Aurich 1993
Familiendatenbank Juden in Nordwestdeutschland, abrufbar unter http://www.online-ofb.de/juden_nw/ letzter Zugriff am 31.10.2012
Gelderblom, Bernhard, Jüdisches Leben im Flecken Duingen. Unveröffentlichtes Manuskript 2012
Website Gelderblom: Website des Bernhard Gelderblom zum jüdischen Friedhof Duingen, abrufbar unter http://www.gelderblom-hameln.de/juden/friedhoefe/friedduingen.html, letzter Zugriff am 30.10.2012
Johr, Barbara: Erinnerungs- und Forschungsprojekt Stolpersteine. Liste der aus Bremen nach Theresienstadt deportierten und verstorbenen Personen, ohne Jahr, abrufbar unter http://www.stolpersteine-bremen.de/download/Deportationsliste%20Theresienstadt.pdf, letzter Zugriff am 30.10.2012
Staatsarchiv Aurich: Verzeichnis des bei jüdischen Hauseigentümern vorhandenen Wohnraums, 1939, in: Hans-Joachim Habben: Von der Emanzipation bis zum Ende des Weltkrieges, in: Die Juden in Aurich
Sternberg, Hans J.: Von Ostfriesland nach Louisiana 2012
Sternberg, Hans J.: We were merchants 2009
Gelderblom, Bernhard: Website des Autors zum jüdischen Friedhof Duingen, abrufbar unter
http://www.gelderblom-hameln.de/juden/friedhoefe/friedduingen.html, letzter Zugriff am 30.10.2012
Patenschaft: Beutz-Thedinga, Fa. Isermann
Verlegetermin: 12. Juni 2012
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