Regina Wolff, geb. Wolff

Veröffentlicht: 26. Dezember 1914 von westermayer in Verlegung

Regina Wolff geb WolffRegina WOLFF geb. Wolff
geboren am 14. April 1890 in Aurich

 

 

 

Straße: Marktstraße 15
Todesdatum: unbekannt
Todesort: Minsk
 

Regina Wolff wurde am 14. April 1890 in Aurich geboren. Sie war die älteste von drei Töchtern des Schlachters Wolff Lewy Wolff aus Aurich und seiner Ehefrau Fanni Jakob Wolff. Reginas Schwester Marianne Wolff wurde am 11. Juni 1891 geboren, Auguste Wolff am 22. April 1893.

Regina Wolff arbeitet als Haustochter, bis sie am 19. August 1919 mit 29 Jahren den Schlachter Benjamin Wolff, genannt „Benno“ , heiratet. Trauzeugen sind ihr Vater Wolff Levi Wolff, der zu dem Zeitpunkt 62 Jahre alt ist, und der Schlachter Gerson Stoppelmann, vermutlich Bennos Schwager und Freund.

Benno und Regina Wolff wohnen in der Marktstraße 2, in der sich auch die Schlachterei befindet. Bis 1933 wohnen dort auch mehrere Hausmädchen.

Die drei Töchter Karoline, Fanni und Selma werden in den Jahren 1920, 1921 und 1923 geboren. Es konnte nicht genau ermittelt werden, aus welchen Gründen sie das Elternhaus verlassen haben. Karoline zieht im April 1936 mit knapp 16 Jahren nach Wuppertal-Elberfeld, ihre Schwester Fanni im Juni 1937 nach Mannheim. Dort ist sie nach ihrer Meldekarte als Hausangestellte bei dem Ehepaar Richard und Mia Neter beschäftigt, die bis zum 10.08.1938 in der Sophienstr. 10, danach in der Tullastr. 11 in der Mannheimer Oststadt wohnten, einem gehobenen Stadtviertel. Das Ehepaar Neter ist am 5.2.1939 mit dem Ziel Tel Aviv ausgewandert.
Fanni Wolff kommt im Februar 1939 nach Aurich zurück und geht im Juni 1939 nach Spreenhagen in der Mark Brandenburg, wo z.B. junge Menschen auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet wurden.

Die jüngste Schwester Selma geht Anfang Mai 1938 ebenfalls nach Mannheim und ist dort bis zum 10.12.1938   in der Kirschenstr.3 bei Löffler als Haustochter gemeldet.

Es kann vermutet werden, dass Karoline Wolff (verheiratet: Lina Zuker), Fanni Wolff (verh.: Weizner) und Selma Wolff (verh.: Tendi) den Krieg im Ausland überlebt haben. Ihre Eltern, Benno und Regina Wolff, gehören zu den wenigen Einwohnern jüdischen Glaubens, die Aurich bis zum Februar 1940 noch nicht verlassen haben. Erst am 27. Februar fliehen sie nach Düsseldorf ebenso wie Reginas Schwester Marianne Kussel und ihr Mann Hugo.
Am 10.11.1941 gehören sie zu den 997 Menschen, die von Düsseldorf aus nach Minsk deportiert werden. In diesem Deportationszug befinden sich auch Marianne und Hugo Kussel und

deren 16-jährige Tochter Elfriede. Sie alle haben das Lager in Minsk nicht überlebt.

 

 

Recherche: Irmtraut Schulze-Rodenberg
Eingabe: Hans-Jürgen Westermayer
(Stand 7.1202.14)

Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: Staatsarchiv Aurich: Rep. 248, Nr. 943 und 947
Adressbuch für Stadt und Kreis Aurich 1926
http:/db.yadvashem.org/names/nameDetails.html? itemldhttp://www.stadtarchiv.mannheim.de/

 

Literatur:
Patenschaft: Pauline Wilhelm
Verlegetermin: 14. Dezember 2013

 

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