David Levy Wolff

Veröffentlicht: 31. Mai 1915 von westermayer in Verlegung

Wolff, DavidDavid Levy WOLFF
geboren am 31. Juli 1917 in Aurich

 

 

 

Straße: Große Mühlenwallstraße 1
Todesdatum: San Diego
Todesort: 22.10.1992
In der Großen Mühlenwallstraße 1 wurden die Stolpersteine für Levy David Wolff und seine sechs Kinder – auch für die drei Überlebenden – als eine Art „Familienzusammenführung“ verlegt.

David Levy Wolff wird am 31. Juli 1917 in Aurich als viertes von sieben Kindern des Schlachters Levy David Wolff (1877-1942) und seiner Ehefrau Julia „Julchen“ Wolff geb. Salomons (1883-1926) aus Lage im Kreis Bentheim geboren.
Das erste Kind von Levy David und Julia Wolff, Marianne (1908-1942), wird noch in Gildehaus, Kreis Bentheim, – in der Nähe der Familie ihrer Mutter – geboren. Die Familie Levy David Wolff lebt seit Geburt des zweiten Kindes Karl in Aurich und wohnt spätestens seit Anfang der 20ger Jahre in der Großen Mühlenwallstraße 1.

 

Das dritte Kind von Levy David und Julia Wolff, David Levy Wolff (1913-1914), benannt nach dem Großvater, verstirbt bereits nach wenigen Monaten. So erhält der als viertes Kind geborene ebenfalls diesen Namen. David Levy hat insgesamt drei Schwestern und zwei Brüder: Marianne (15.04.1908), Karl (9.06.1909), Netta (2.03.1915), Max Wolff (*20.09.1920 +12.02.2014) und Gertrud (4.05.1924).
Davids Vater, Levy David Wolff, arbeitet wie viele seiner jüdischen Mitbürger als Viehhändler. Seine Mutter stirbt bereits 1926 als ihre jüngste Tochter Gertrud erst zwei Jahre alt ist.

Bei Davids Vater wohnen in der Großen Mühlenwallstr.1 zunächst alle seine Kinder. Karl arbeitet wie sein Vater als Viehhändler, Netta als Angestellte und David als Kaufmann. Vorübergehend wohnt hier auch der in Vlagtwedde geborene Isaak Salomons (*24.12.1901) aus der Familie des späteren Ehemanns von Marianne.

 

David verlässt Aurich am 19.09.1934 und zieht nach Varel. Er kehrt von Januar bis Aperil 1935 noch einmal nach Aurich zurück, um dann wieder nach Varel zu ziehen. David gelingt die Flucht aus Varel in die USA. Er zieht zu seinen Brüdern Karl und Max, die sich nach ihrer Flucht aus Deutschland in San Diego, Kalifornien, USA niederließen. Er heiratet und hat drei Kinder
(s. https://www.geni.com/people/David-Wolff).

Er verstirbt in San Diego am 22.10.1992.

 

 

Im Januar 1938 muss Davids Vater Levi David Wolff das Haus in der Großen Mühlenwallstraße 1 verlassen und in die Wallstraße 16 zu Familie Hoffmann ziehen. Zu diesem Zeitpunkt wohnt nur noch die jüngste Tochter Gertrud bei ihrem Vater. In der Wallstraße 16 wohnten früher die Eltern von Levy David Wolff.
Levy David Wolff zieht noch im Januar 1938 zu seiner ältesten Tochter nach Rotterdam.

 

Nachdem deutsche Truppen die Niederlande überfallen und besetzt haben, beginnt auch hier die Judenverfolgung. Davids Vater, Levy David Wolff, wird Anfang Oktober 1942 in Westerbork inhaftiert, am 16. Oktober 1942 nach Auschwitz deportiert und nach seiner Ankunft ermordet.

Mit demselben Transport werden auch Davids Schwestern Marianne und Netta mit ihren Familien nach Auschwitz deportiert. Marianne und ihr 4 Jahre alter Sohn Menno werden ebenso wie Netta mit ihren Kindern Salomon (2 Jahre)   und Levi (8 Monate) nach ihrer Ankunft ermordet.

 

Nur Davids Brüder Karl Levi Wolff (*1909) und Max Wolff (*20.09.1920 +12.02.2014 San Diego, USA) können in die USA fliehen und somit überleben. Über das Schicksal der jüngsten Schwester Getrud (*1924) wissen wir nur wenig.

 

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)

Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: http://www.nwzonline.de/friesland/politik/varel-erinnert-an-opfer-der-verfolgung_a_9,4,2033758190.html
https://www.geni.com/people/David-Wolff/5181395339470086283?through=6000000002615293150
http://www.mocavo.com/David-Wolff-1917-1992-Social-Security-Death-Index/13948285134398626251
Literatur:
Patenschaft: Klaus und Gerta Gebhardt
Verlegetermin: 27. Januar 2015

 

 

 

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