1. Stolpersteinverlegung am 08.11.2011

Veröffentlicht: 15. November 2011 von kenodebelts in Verlegung


Presseberichte

Sophie Seckels, geb. Isenburger – Osterstraße 30
Jakob Bargerbuhr – Osterstraße 11
Adolf Hartog – Osterstraße 11
Berta Hartog, geb. Jakob – Osterstraße 11
Friedel Hartog – Osterstraße 11
Paul Hartog – Osterstraße 11
Benjamin Wolffs – Osterstraße 8
Paula Wolffs, geb. Hess – Osterstraße 8
Moritz Lachmann – Markplatz 15
Friederike Lachmann – Marktplatz 15
Adolf Aron – Norderstraße 8
Rachel Hoffmann – Norderstraße 28
Scheintje Hoffmann – Norderstraße 28


Sophie Seckels, geb. Isenburger – Osterstraße 30
Pate: Reinhold Robbe

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wird der erste Stolperstein in der Stadt Aurich verlegt. Die Lokalpresse und das Heimat TV berichten über die Verlegung. Gunter Demnig, Künstler und Initiator des Projektes „Stolpersteine“ kommt nach Aurich, um persönlich die ersten Steine zu verlegen.



Der erste Stein in Aurich ist verlegt und wird noch einmal sorgfältig gereinigt!


Jakob Bargerbuhr – Osterstraße 11
Pate: Stadt Aurich
Adolf Hartog – Osterstraße 11
Berta Hartog, geb. Jakob – Osterstraße 11
Pate: Christel Rolf
Friedel Hartog – Osterstraße 11
Paul Hartog – Osterstraße 11
Pate: GS Rechtsupweg/Ingeborg und Stefan Kleinert

Schüler der GS Rechtsupweg verlesen die Namen der früheren Bewohner, berichten von deren Schicksal und legen Kerzen und Rosen an den Stolpersteinen nieder. Auch Frau Weber (Kulturamt Aurich und Mitglied in der Arbeitsgruppe Stolpersteine) legt Rosen um die gerade verlegten Steine.





Benjamin Wolffs – Osterstraße 8
Pate: Wolfgang Wassmus
Paula Wolffs, geb. Hess – Osterstraße 8
Pate: Karl Wassmus

Auch hier tragen Schüler der GS Rechtsupweg die Biografien der früheren Mitbürger vor. Für die Presse gibt es noch ein Gruppenfoto der Klasse mit ihrer Lehrerin, Frau Kleinert, sowie mit Herrn Tito Wolff und Herrn Reinhold Robbe.



Moritz Lachmann – Markplatz 15
Pate: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Friederike Lachmann – Marktplatz 15
Pate: Margot Blesene

Franz Kampers von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft berichtet vom Leben des jüdischen Lehrers und seiner Frau. Elfriede Lübbers verliest einen sehr persönlich gehaltenen und bewegenden Brief von Roberto Lichtenstein, einem Großneffen von Friederike Lachmann (An „Onkel Moritz und Tante Rike“). Schüler der BBS II Aurich werden von Gunter Demnig bei der Verlegung der Steine angeleitet.




Adolf Aron – Norderstraße 8
Pate: Bernd Clemenz Weber

Der Bildhauer Bernd Clemenz Weber, zieht eine Verbindung zu den von ihm gestalteten Stelen am Auricher Synagogenplatz: Bei den vielen Mustern, die er erstellen musste, ist ihm der Name Adolf Aron als erster im Alphabeth besonders ans Herz gewachsen. Alexander Wiebel berichtet über das Leben des füheren Mitbürgers. Wolfgang Neiweiser trägt jiddische Lieder vor.



Rachel Hoffmann – Norderstraße 28
Pate: W. Wiemers
Scheintje Hoffmann – Norderstraße 28
Pate: Jürgen Lühder

Herr von der Recke, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Stolpersteine der Stadt Aurich, berichtet über das Schicksal der Schwestern Hoffmann. Auch hier unterstützen Schüler der BBS II Aurich Gunter Demnig. Sie wollen bei der nächsten Verlegung die Steine einsetzen.



Presseberichte





Vortrag bei der Verlegung der Stolpersteine:
Sehr  geehrte Damen und Herren,

heute wollen wir an die fast vergessenen Juden aus Aurich denken. Wir die Klasse 4a, von der Grundschule Rechtsupweg, haben uns im Staatsarchiv Aurich gut informiert. Außerdem haben wir das Buch „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter gelesen. Wir erzählen heute von sieben betroffenen Personen!

Ehepaar Wolffs Aurich, Osterstraße 8

Benjamin Wolffs geb. am 17.06.1885 in Aurich, von Beruf Schlachter
Paula Wolffs geb. Hess, geb. am 28.11.1893 in Weener
Das Ehepaar Wolffs hatte keine Kinder.
Die Familie Wolffs betrieb über viele Generationen hinweg das „Schlachtergewerbe“

Die jüdischen Schlachter nennt man auch Schächter.
Das Schächten verlangt von Schächter gründliche und religiöse Kenntnisse.
Dabei stützt man sich auf das 5. Buch Mose:

„Allein merke, dass du Blut nicht essest;
denn Blut ist die Seele.
Du sollst die Seele nicht dem Fleisch essen,
sondern auf die Erde gießen wie Wasser.“

Das Ehepaar Wolffs floh am 04.05.1936  nach Leeuwarden in die Niederlande.
Am 13.07.1937 kamen sie in ein Lager nach Westerbork.
Am 16.07.1843 kamen sie in ein Lager nach Sobibor und sind seit dem verschollen.

Wie gedenken an:
Benjamin Wolffs
Paula Wolffs

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