Ankündigung der 2. Stolpersteinverlegung am 22. 03.2012

Veröffentlicht: 17. April 2012 von Leon in Verlegung


Presseberichte


Das Bild zeigt die Schüler der Berufsfachschule Bau der BBS Aurich II, die die 21 Solpersteine verlegten.

Für folgende frühere Auricher Mitbürger wurden am 22. März 2012 Gedenksteine verlegt:

Josef Ruben Samson – Am Neuen Hafen 2
Carla Samson, geb. Hoffmann – Am Neuen Hafen 2
Sonja Samson – Am Neuen Hafen 2
Hedwig Salomons, geb. Friedenberg – Am Neuen Hafen 2
Ruth Salomons – Am Neuen Hafen 2
David Hess – Julianenburger Straße 3
Caroline Hess – Julianenburger Straße 3
Hertha Hess – Julianenburger Straße 3
Max Hess – Julianenburger Straße 3
Rahel Rosa Wolff, geb. de Loewe – Julianenburger Straße 3
Leo Wolff – Julianenburger Straße 3
Esther Wolff – Julianenburger Straße 3
Wolff Leo Wolff – Julianenburger Straße 3
Aron Wolff – Julianenburger Straße 3
Hanni Wolff – Julianenburger Straße 3
Abraham Meloch Wolffs –  Kleine Mühlenwallstraße 11
Theodora Wolffs, geb. Goldbach – Kleine Mühlenwallstraße 11
Röschen Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Simon Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Wolff Wilhelm Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Karoline Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4

Die 2. Stolpersteinverlegung in Aurich beginnt „Am Neuen Hafen 2“.


Josef Ruben Samson – Am Neuen Hafen 2
Pate: Rolf von der Recke
Carla Samson, geb. Hoffmann – Am Neuen Hafen 2
Pate: Gesa von der Recke
Sonja Samson – Am Neuen Hafen 2
Pate: John Gibbs
Hedwig Salomons, geb. Friedenberg – Am Neuen Hafen 2
Pate: Hermann Prell
Ruth Salomons – Am Neuen Hafen 2
Pate: Frauke Flessner

Hier wird an die Familien Samson und Salomons erinnert. Eine Tochter der Familie Samson konnte der Deportation und Ermordung entgehen. Sie lebt heute in den USA. Auch für sie wurde als „Familienzusammenführung“ (so die Intention des Künstlers Gunter Demnig) ein Gedenkstein verlegt.
Nächste Station ist die Julianenburger Straße 3 (heute 31).


Julianenburger Str. früher

Das Haus in der Julianenburger Straße 3 wurde in den letzten Kriegstagen durch eine Bombe zerstört. Es gehörte bis zur Vertreibung  der Witwe Rahel Rosa Wolff und ihrem Sohn Leo Wolff. Heute befindet sich mit der Hausnummer 31 auf diesem Grundstück die Rechtsanwaltskanzlei Berghaus, Duin & Kollegen. Neben der sehr zeitaufwändigen Recherchearbeit zu den Biografien der früheren Auricher Bürger stellt sich auch die Suche nach der genauen Lage der früheren Wohnadressen mitunter als sehr schwierig heraus.


David Hess – Julianenburger Straße 3
Pate: Esther Spierer
Caroline Hess – Julianenburger Straße 3
Pate: Esther Spierer
Hertha Hess – Julianenburger Straße 3
Pate: Berta Hess
Max Hess – Julianenburger Straße 3
Pate: Kinderhaus Flientje (Cammenga GmbH)
Rahel Rosa Wolff, geb. de Loewe – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber
Leo Wolff – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber
Esther Wolff – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber
Wolff Leo Wolff – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber
Aron Wolff – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber
Hanni Wolff – Julianenburger Straße 3
Pate: Bernd Clemenz-Weber


Hier wird der Familien Hess und Wolff gedacht. Eine Tochter der Familie Wolff, sie war zum Zeitpunkt der Deportation ihrer Eltern und ihres Bruders 8 Jahre alt, konnte überleben. Kontaktaufnahmen zu ihr sind bisher leider fehlgeschlagen.
Direkt vor der Ausweisung der Juden aus Aurich im Jahr 1940 lebten auch noch weitere Familien in diesem Haus, da die jüdischen Bürger nur noch in bestimmten Häusern („Judenhäuser“) wohnen durften.  Die Gedenksteine werden aber nicht an der letzten, möglicherweise unter Zwang gewählten Wohnadresse,  sondern am eigentlichen Wohnort und Lebensmittelpunkt verlegt.
Sandra Weferling, Mitglied der Recherchegruppe für die Auricher Stolpersteine, verliest die Biografien der Opfer.  Ein Redakteur vom Niederländischen Radio 1 schneidet mit und führt Interviews, um über die Zusammenarbeit zwischen deutschen Organisationen und dem Lager Westerbork zu berichten. Nach ihrer Verhaftung an den Wohnorten in den Niederlanden wurden Juden in Westerbork nahe der deutschen Grenze interniert bevor sie in Züge verladen und in die Vernichtungslager geschickt wurden. Fünf der 21 heute bedachten Opfer waren in Westerbork interniert. Sie waren Ende der 30ger Jahre nach Holland geflohen um der Diskriminierung und Schikanierung durch das NS-Regime in Deutschland zu entgehen.

Nächste Station ist die Kleine Mühlenwallstraße.


Abraham Meloch Wolffs –  Kleine Mühlenwallstraße 11
Pate: Paul Klemenz
Theodora Wolffs, geb. Goldbach – Kleine Mühlenwallstraße 11
Pate: CDU-Fraktion des Auricher Stadtrates


Das Haus, in dem die Familie Wolffs wohnte, steht nicht mehr.  Das Ehepaar Wolffs zieht 1938 zur Familie Wolff in der Julianenburger Straße 3.   Schon ein Jahr später ziehen sie zu ihren Kindern nach Hannover, später nach Braunschweig.  1942 werden sie nach Osten deportiert. Leider verliert  sich ihre Spur.

Letzte Station dieser Verlegung ist die Fockenbollwerstraße.


Röschen Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Pate: Dr. Ernst Krömer
Simon Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Pate: Hartwig Kuiper
Wolff Wilhelm Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Pate: Anette Schröder, Dieter Meyer
Karoline Wallheimer – Fockenbollwerkstraße 4
Pate: Bernd-Volker Brahms

Hier gedenken wir der Geschwister Wallheimer. Sie hatten Auswanderungspapiere beantragt, aber diese Hoffnung war vergeblich. Sie werden am 17.11.1941 mit einem der ersten Transport von Berlin nach Litauen deportiert und dort nach ihrer Ankunft an der offenen Grube erschossen.
Wolfgang Neiweiser trägt jüdische Lieder vor.

Die 3. Solpersteinverlegung in Aurich wird am 12. Juni 2012 stattfinden.

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